«Stimmt es, dass wir kein Gummibärli verkaufen dürfen?», werden wir ab und zu gefragt. Tatsächlich kursiert diese Annahme bei vielen BarkeeperInnen. Trotzdem ist an Partys und Veranstaltungen die Nachfrage danach so gross dass Energy Dink und Alkohol häufig einfach getrennt, anstatt gemischt abgegeben werden.

Das Lebensmittelinspektorat vom Amt für Verbraucherschutz gibt jedoch Entwarnung: «Bis 2014 wurden Energy-Drinks unter Speziallebensmittel eingeteilt. Zudem war das Mischen von Speziallebensmitteln mit Alkohol verboten. Seit 2014 gibt es keine gesetzlichen Vorgaben mehr in diese Richtung. Die Mischung von Wodka und Red Bull ist deshalb erlaubt und kann auch direkt von BarkeeperInnen vorgenommen werden.»

Trotzdem: die Mischung von Alkohol und Energy-Drink ist heimtückisch! Dank den süssen Muntermachern trinkt sich der Alkohol einfacher. Zudem fühlt man sich länger fit und nüchtern, obwohl man schon deutlich unter Alkoholeinfluss steht. Immer wieder überschätzen deshalb PartygängerInnen ihre Leistungsfähigkeit:

Die einen wollen trotz Müdigkeit und Alkohol noch Auto fahren, andere peitschen ihren Körper über die Tanzfläche bis zur Dehydration und im Extremfall bis zu Herzrhythmusstörungen.

Das Bar- und Sicherheitspersonal steht also – genauso wie die Konsumierenden und ihre Begleitung – trotzdem in der Verantwortung. Denn wer genau hinschaut und auch nachfragt erfüllt das geltende Gastgewerbegesetz:

«Verboten sind insbesondere die Abgabe von […] alkoholhaltigen Getränken an Betrunkene.»